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    sprechbohrer
    Sigrid Sachse / Harald Muenz / Georg Sachse



    phonFLVXpiano 2015



    Im Rahmen der KÖLNER MUSIKNACHT kombinieren die

    sprechbohrer

    Sprachkompositionen mit Elementen des FLUXUS.

    In beinahe jeder Komposition des Programms kommen zusätzlich zu den phonetischen Stimmen des Ensembles diverse Utensilien zum Einsatz: Zeitungen, Spielzeuge, Würfel – und vor allem das von Sigrid Sachse gespielte Piano.


    Kurt Schwitters (1887-1948): London Onion. Variations about the theme of the Thames valley (1946)

    Erik Satie (1866-1925): Avant-dernières Pensées (1915) pour piano

    Georg Sachse (*1962): unberechenbar für drei Sprecher mit Würfeln (2015; Uraufführung)

    Dick Higgins (1938-99): Litany Piano Piece for Emmett Williams (1962) simultan mit Emmett Williams (1925-2007): Litany and Response Nr. 2 for Alison Knowles (1962)

    Sigrid Sachse (*1968): Krawumm hoch 3 (2008) für drei Sprecher mit Utensilien

    Florian Neuner (*1972): Ins Wort und Vom Tage (2014)

    Harald Muenz (*1965): eINStROIStWO (2015; Uraufführung)

    Sigrid Sachse (*1968): Grün (2014)






    Kurt Schwitters – ursonate und andere konsequente Dichtung

    >> Soeben bei Schott/Wergo erschienen !

    >> "Mit Humor und Klangverstand" – Rezension der CD auf magazin.klassik.com !

    Kurt Schwitters’ „Sonate in Urlauten“ ist das pro­toty­pische, an der Grenze zwischen Sprache und Musik angesiedelte Werk. Schon der prägnante Werktitel schlägt eine suggestive Verbindung zwi­schen Sprachmaterial und der musikalischen Form der Sonate; die „Ursonate“ steht geradezu sprich­wörtlich für Lautdichtung.

    Für Schwitters, der sich auch als sein eigener Interpret für die Verbreitung seines laut­poetischen opus magnum engagierte, schien es nur schwer denkbar, dass sein Werk ohne ihn überhaupt überlebensfähig sein könnte. Nichtsdestotrotz brachte es die „Ursonate“ – vor allen anderen Arbei­ten dieses Genres – zu bei­spielloser Berühmtheit.


    „Buchstaben haben an sich keinen Klang, sie geben nur Möglichkeiten zum Klanglichen, die gewertet werden durch den Vortragenden“ (Schwitters).

    Für diese CD legt das Pho­netisch-musikalische SprachKunstTrio sprechbohrer seine einzigartige Interpretation der Schwitters’schen „Ursonate“ vor und präsentiert zudem weitere Werke des Künstlers, der eines der facettenreichsten lautpoetischen Œuvre des 20. Jahrhunderts schuf.





    Erste vollständige Gesamteinspielung

    Hans G Helms' legendäres Sprachkunstwerk fa:m' ahniesgwow, das Erfahrungen während der Herrschaft des Naziterrors bis hin zur Ära des Konsumzwangs verarbeitet, hat bis heute nichts an Brisanz verloren. Im Grenzbereich zwischen Literatur und musikalischer Komposition werden konventionelle Sprachgewohnheiten gesprengt. Das phonetisch-musikalische SprachKunstTrio sprechbohrer legt das Kultwerk nun in einer von Helms autorisierten Version vor.

    Die bei Schott/Wergo erschienene Doppel-CD wurde mit dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik (Bestenliste 3/2011) ausgezeichnet und von der britischen Musikzeitschrift The Wire unter die "Top 10 picks" des Jahres 2011 gewählt.

    "On this copiously documented set, Fa:m' Ahniesgwow is performed by Sprechbohrer, a three-man vocal group dedicated to realising work pitched somewhere between music, phonetics and literature, and their rendering is brilliant: out of rapidfire German tumbles 'hip' American slang and familiar phraseology once removed; the melody and counterpoint of different languages."
    (The Wire - Dezember 2011)

    Koproduktion mit dem Hessischen Rundfunk 2009
    Gefördert von der Kunststiftung NRW