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    sprechbohrer
    Sigrid Sachse / Harald Muenz / Georg Sachse



    Containerklang 6 – tanzBAREmix



    Samstag, 15.10.16, 20.30 Uhr, Alte Feuerwache, Melchiorstraße 3, 50670 Köln

    Unter dem Titel tanzBAREmix wagen die sprechbohrer (Sigrid Sachse, Harald Muenz, Georg Sachse), Kölns phonetisch-musikalisches SprachKunstTrio und Earth-Field, das ebenfalls Köln-basierte Projekt des Produzenten, DJs und Dubbers Christian Irsfeld, einen gemeinsamen Brückenschlag. Scheinbar (oder tatsächlich?) unvereinbare musikalische Genres treffen auf-, reiben sich an- und tanzen miteinander. Sprache und Sprachähnliches wird aufgegriffen und elektronisch transformiert, die SprecherInnen wiederum reagieren auf den (Re-)Mix – ein spontanes und reizvolles Experiment mit durchaus ungewissem Ausgang.

    Die sprechbohrer arbeiten dafür, Sprechkunst zu musikalischem Leben zu erwecken. Das Ensemble gründete sich 2004, um aus musikalischer Perspektive Texte aufzuführen, die „zwischen“ Musik, Phonetik und Literatur angesiedelt sind. Alle drei Ensemblemitglieder sind ausgewiesene Musiker. Ihre vielgestaltigen Erfahrungen in den Bereichen Komposition und Interpretation, Literatur und Phonetik fließen in der Ensemblearbeit zusammen und ergänzen sich zu einem singulären und grenzüberschreitenden Ansatz.

    Hinter dem Pseudonym Earth-Field steckt der Kölner Musiker und Musikproduzent Christian Irsfeld, der in den vergangenen 20 Jahren schon unter mehreren anderen Künstlernamen aktiv war. Als Turntablist legte er in Clubs und Bars auf und machte sich in der Dubstep- und Drum'n'Bass-Szene einen Namen. Durch sein Studium der Musikwissenschaft und der Linguistik/Phonetik wurde seine Leidenschaft für Elektro-Akustische Musik, Musique Concrete und Akusmatische Musik geweckt und diese lebt er unter dem Pseudonym Earth-Field nun aus.

    tanzBAREmix ist das erste gemeinsame Projekt der sprechbohrer und Earth-Field.






    Kurt Schwitters – ursonate und andere konsequente Dichtung

    >> Bei Schott/Wergo erschienen:

    >> "Mit Humor und Klangverstand" – Rezension der CD auf magazin.klassik.com !

    Kurt Schwitters’ „Sonate in Urlauten“ ist das pro­toty­pische, an der Grenze zwischen Sprache und Musik angesiedelte Werk. Schon der prägnante Werktitel schlägt eine suggestive Verbindung zwi­schen Sprachmaterial und der musikalischen Form der Sonate; die „Ursonate“ steht geradezu sprich­wörtlich für Lautdichtung.

    Für Schwitters, der sich auch als sein eigener Interpret für die Verbreitung seines laut­poetischen opus magnum engagierte, schien es nur schwer denkbar, dass sein Werk ohne ihn überhaupt überlebensfähig sein könnte. Nichtsdestotrotz brachte es die „Ursonate“ – vor allen anderen Arbei­ten dieses Genres – zu bei­spielloser Berühmtheit.


    „Buchstaben haben an sich keinen Klang, sie geben nur Möglichkeiten zum Klanglichen, die gewertet werden durch den Vortragenden“ (Schwitters).

    Für diese CD legt das Pho­netisch-musikalische SprachKunstTrio sprechbohrer seine einzigartige Interpretation der Schwitters’schen „Ursonate“ vor und präsentiert zudem weitere Werke des Künstlers, der eines der facettenreichsten lautpoetischen Œuvre des 20. Jahrhunderts schuf.





    Erste vollständige Gesamteinspielung

    Hans G Helms' legendäres Sprachkunstwerk fa:m' ahniesgwow, das Erfahrungen während der Herrschaft des Naziterrors bis hin zur Ära des Konsumzwangs verarbeitet, hat bis heute nichts an Brisanz verloren. Im Grenzbereich zwischen Literatur und musikalischer Komposition werden konventionelle Sprachgewohnheiten gesprengt. Das phonetisch-musikalische SprachKunstTrio sprechbohrer legt das Kultwerk nun in einer von Helms autorisierten Version vor.

    Die bei Schott/Wergo erschienene Doppel-CD wurde mit dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik (Bestenliste 3/2011) ausgezeichnet und von der britischen Musikzeitschrift The Wire unter die "Top 10 picks" des Jahres 2011 gewählt.

    "On this copiously documented set, Fa:m' Ahniesgwow is performed by Sprechbohrer, a three-man vocal group dedicated to realising work pitched somewhere between music, phonetics and literature, and their rendering is brilliant: out of rapidfire German tumbles 'hip' American slang and familiar phraseology once removed; the melody and counterpoint of different languages."
    (The Wire - Dezember 2011)

    Koproduktion mit dem Hessischen Rundfunk 2009
    Gefördert von der Kunststiftung NRW