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    sprechbohrer
    Sigrid Sachse / Harald Muenz / Georg Sachse



    OM @ ACHT BRÜCKEN III. MUSIK FÜR KÖLN.



    Freitag, 05. Mai 2017, 18:00 Uhr – Kölnischer Kunstverein, Riphahn-Saal
    Hahnenstraße 6, 50667 Köln



    KURT SCHWITTERS • Neue Sonate (1945-47) | Wand (1921) | Gedicht 25 [elemantar] (1922) | Zwölf (1921) | What a b what a b what a beauty (1944) | naa (1926) | bii büll ree (1936)
    Einrichtung: sprechbohrer

    KURT SCHWITTERS • Collage aus: An Anna Blume | Der Sturm (1919)
    Einrichtung: Sigrid Sachse

    RICHARD HUELSENBECK | MARCEL JANKO | TRISTAN TZARA • L'amiral cherche une maison à louer (Simultangedicht) (1921)
    Einrichtung: Harald Muenz

    HANS ARP • Die Schwalbenhode, 4. (1921)
    Einrichtung: Sigrid Sachse

    HARALD MUENZ • d(r)e(i)ChiffrAGE (1993/2010)

    HELMUT HEISSENBÜTTEL • Einfache grammatische Meditationen (1955)
    Einrichtung: Harald Muenz

    GERHARD RÜHM • sprechduette (1987) nach deutschen volksliedern (Auswahl)

    OSKAR PASTIOR • meteorganistenographie (1997)
    Einrichtung: Harald Muenz

    GERHARD RÜHM • musikstück (1979-80) für drei sprecher

    TOM JOHNSON • Countig Duets (1982) für zwei Sprecher (Auswahl)

    HANS G HELMS • Struktur IV aus: Fa:m' Ahniesgwow (1959)
    Einrichtung: sprechbohrer






    Kurt Schwitters – ursonate und andere konsequente Dichtung

    >> Bei Schott/Wergo erschienen:

    >> "Mit Humor und Klangverstand" – Rezension der CD auf magazin.klassik.com !

    Kurt Schwitters’ „Sonate in Urlauten“ ist das pro­toty­pische, an der Grenze zwischen Sprache und Musik angesiedelte Werk. Schon der prägnante Werktitel schlägt eine suggestive Verbindung zwi­schen Sprachmaterial und der musikalischen Form der Sonate; die „Ursonate“ steht geradezu sprich­wörtlich für Lautdichtung.

    Für Schwitters, der sich auch als sein eigener Interpret für die Verbreitung seines laut­poetischen opus magnum engagierte, schien es nur schwer denkbar, dass sein Werk ohne ihn überhaupt überlebensfähig sein könnte. Nichtsdestotrotz brachte es die „Ursonate“ – vor allen anderen Arbei­ten dieses Genres – zu bei­spielloser Berühmtheit.


    „Buchstaben haben an sich keinen Klang, sie geben nur Möglichkeiten zum Klanglichen, die gewertet werden durch den Vortragenden“ (Schwitters).

    Für diese CD legt das Pho­netisch-musikalische SprachKunstTrio sprechbohrer seine einzigartige Interpretation der Schwitters’schen „Ursonate“ vor und präsentiert zudem weitere Werke des Künstlers, der eines der facettenreichsten lautpoetischen Œuvre des 20. Jahrhunderts schuf.





    Erste vollständige Gesamteinspielung

    Hans G Helms' legendäres Sprachkunstwerk fa:m' ahniesgwow, das Erfahrungen während der Herrschaft des Naziterrors bis hin zur Ära des Konsumzwangs verarbeitet, hat bis heute nichts an Brisanz verloren. Im Grenzbereich zwischen Literatur und musikalischer Komposition werden konventionelle Sprachgewohnheiten gesprengt. Das phonetisch-musikalische SprachKunstTrio sprechbohrer legt das Kultwerk nun in einer von Helms autorisierten Version vor.

    Die bei Schott/Wergo erschienene Doppel-CD wurde mit dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik (Bestenliste 3/2011) ausgezeichnet und von der britischen Musikzeitschrift The Wire unter die "Top 10 picks" des Jahres 2011 gewählt.

    "On this copiously documented set, Fa:m' Ahniesgwow is performed by Sprechbohrer, a three-man vocal group dedicated to realising work pitched somewhere between music, phonetics and literature, and their rendering is brilliant: out of rapidfire German tumbles 'hip' American slang and familiar phraseology once removed; the melody and counterpoint of different languages."
    (The Wire - Dezember 2011)

    Koproduktion mit dem Hessischen Rundfunk 2009
    Gefördert von der Kunststiftung NRW