sprechbohrer

Sigrid Sachse | Harald Muenz | Georg Sachse
phonetisch-musikalisches SprachKunstTrio

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In einem 1977 publizierten Essay hat Helmut Heißenbüttel für Werke von Schriftstellern und Komponisten, die im Grenzbereich von Musik und Sprache mit experimentellen Methoden neue Möglichkeiten der poetischen Zeichenbildung und der ästhetischen Wahrnehmung erkunden den Begriff Autoren-Musik geprägt.

Damit ist exakt das Interessensgebiet des SprachKunstTrios sprechbohrer bezeichnet: Kompositionen, die im zwischenreich von musik und sprache (Hans G Helms) angesiedelt sind – zwischen Lautpoesie, Sprachmusik und kompositorischer Erforschung der Sprechwerkzeuge.




sprechbohrer - drei

Out now: Das dritte Album der sprechbohrer, kurz drei betitelt, versammelt Kompositionen von Sigrid Sachse, Harald Muenz und Georg Sachse aus 15 Jahren Ensemblegeschichte.

Es ist bei allen Streaming- und Download-Diensten erhältlich bzw. verfügbar: Apple Music/iTunes, Spotify, Amazon, Google Play, Deezer, YouTube, …

Auf drei zu hören:
01 Im Merzen am Rheine – zweisilbig parallel (Harald Muenz, 2016; Nr. 5 aus: Das Zungenbuch)
02-04 Drei Wetterberichte (Sigrid Sachse, 2006)
05 Des Kaisers neue Kleider (Georg Sachse, 2013; Hommage an Georg Heike)
06 d(r)e(i)ChirffrAGE (Harald Muenz, 2010)
07 Zu-Vo-El (Sigrid Sachse, 2007)
08-10 3 Volksweisen (Georg Sachse, 2006)
11 CorriGer lA fortunE (Harald Muenz, 2019)
12-14 Krawumm hoch 3 (Sihrid Sachse, 2008)
15 Merseburger Zauberspruch II (Georg Sachse, 2004)
16 Hellgläntzendes Silber (Sigrid Sachse, 2010; nach einem Gedcht von Johann Klaj, 1616-1656)
17 … und dann ist mir Donaueschingen dazwischengekommen … (Harald Muenz, 2007; Nr. 1 aus: Das Zungenbuch)




Kurt Schwitters – ursonate und andere konsequente Dichtung



>> "Mit Humor und Klangverstand" – Rezension der CD auf • magazin.klassik.com !

Kurt Schwitters’ „Sonate in Urlauten“ ist das pro­toty­pische, an der Grenze zwischen Sprache und Musik angesiedelte Werk. Schon der prägnante Werktitel schlägt eine suggestive Verbindung zwi­schen Sprachmaterial und der musikalischen Form der Sonate; die „Ursonate“ steht geradezu sprich­wörtlich für Lautdichtung.

Für Schwitters, der sich auch als sein eigener Interpret für die Verbreitung seines laut­poetischen opus magnum engagierte, schien es nur schwer denkbar, dass sein Werk ohne ihn überhaupt überlebensfähig sein könnte. Nichtsdestotrotz brachte es die „Ursonate“ – vor allen anderen Arbei­ten dieses Genres – zu bei­spielloser Berühmtheit.


„Buchstaben haben an sich keinen Klang, sie geben nur Möglichkeiten zum Klanglichen, die gewertet werden durch den Vortragenden“ (Schwitters).

Für diese CD legt das Pho­netisch-musikalische SprachKunstTrio sprechbohrer seine einzigartige Interpretation der Schwitters’schen „Ursonate“ vor und präsentiert zudem weitere Werke des Künstlers, der eines der facettenreichsten lautpoetischen Œuvre des 20. Jahrhunderts schuf.





Erste vollständige Gesamteinspielung

Hans G Helms' legendäres Sprachkunstwerk fa:m' ahniesgwow, das Erfahrungen während der Herrschaft des Naziterrors bis hin zur Ära des Konsumzwangs verarbeitet, hat bis heute nichts an Brisanz verloren. Im Grenzbereich zwischen Literatur und musikalischer Komposition werden konventionelle Sprachgewohnheiten gesprengt. Das phonetisch-musikalische SprachKunstTrio sprechbohrer legt das Kultwerk nun in einer von Helms autorisierten Version vor.

Die bei • Schott/Wergo erschienene Doppel-CD wurde mit dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik (Bestenliste 3/2011) ausgezeichnet und von der britischen Musikzeitschrift The Wire unter die "Top 10 picks" des Jahres 2011 gewählt.

"On this copiously documented set, Fa:m' Ahniesgwow is performed by Sprechbohrer, a three-man vocal group dedicated to realising work pitched somewhere between music, phonetics and literature, and their rendering is brilliant: out of rapidfire German tumbles 'hip' American slang and familiar phraseology once removed; the melody and counterpoint of different languages."
(The Wire - Dezember 2011)

Koproduktion mit dem Hessischen Rundfunk 2009
Gefördert von der Kunststiftung NRW