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    Mondnacht
    Eine musikalisch-poetische Reise zum Mond



    Bergische Landeszeitung, 31.8.2001

    "Mondnacht" im Eulenbroicher Schloss: Eine musikalisch-poetische Reise, die das Publikum immer aufs Neue verzaubert

    Es war als hätt` der Mond Rösrath still geküsst

    Von Markus Fischer

    mfi Rösrath. Mondsüchtige trafen sich jüngst im Schloss Eulenbroich. Die "Mondnacht" war ein Pflichttermin für alle dem Lunatismus Verfallenen, die es geschafft hatten, sich eine der begehrten Eintrittskarten zu besorgen.

    Eine "musikalisch-poetische Reise zum Mond" sollte es werden. Und das Team um die Initiatoren Georg und Sigrid Sachse schaffte es tatsächlich, seine Zuhörer auf den nahen Erdtrabanten zu versetzen. Im übertragenen Sinn versteht sich.

    "Dichter sind Nachtarbeiter!" Geboten wurde ein Programm, dessen Bandbreite nur schwer zu übertreffen sein dürfte: Mondlieder, Mondmusik, Texte zum Thema, geheimnisvolle Skulpturen und Dias wurden dem Publikum geboten. Das war trotz saunaähnlicher Temperaturen vom Intro weg von der Atmosphäre des Abends gefangen.

    Sigrid Sachse spielte zum Einstieg am Klavier Robert Schumanns "Mondnacht". Ihre kongeniale Begleitung war die Stimme der Mezzosopranistin Heike Grötzinger, die das Gedicht "Es war als hätt` der Himmel, die Erde still geküsst" von Josef v. Eichendorff gesanglich ohne jede pathetische Staubschicht interpretierte. Ähnlich gelungen war Sachses Interpretation des wohl bekanntesten Stücks der "Mondnacht": Ludwig van Beethovens "Mondscheinsonate" - kraftvoll gespielt, ohne jedoch die leisen Töne zu vernachlässigen.

    Zu gefallen wussten auch Georg Sachses Moderationen. Der Mitarbeiter des phonetischen Instituts (Uni Köln) bewältigte den Spagat zwischen trockener Faktenvermittlung und augenzwinkernder Betrachtung der Mondfaszination mit Leichtigkeit.

    Aber Sachse trat auch als Rezitator auf: "Dichter sind Nachtarbeiter!", lautete seine Schlussfolgerung angesichts der Menge an Monddichtung, die die Recherchen zu Tage förderte. Höhepunkt war Georg Sachses Erzählung des finnischen Nationalmythos, die von Sigrid Sachse an der Kantele begleitet wurde.

    War der erste Teil des Abends noch der Klassik vorbehalten, so hielten dann auch moderne Popsongs Einzug. Stings "Walking on the Moon" oder Ted Herolds "Moonlight" wurden von Jens Müller an der Gitarre in ein vollkommen neues Gewand gekleidet. Und schließlich ließ sich das Publikum von der eigentümlichen Atmosphäre der Skulpturen von Dirk Müller, ma-la und Roland Krämer sowie die Dias von Detlef Weigand einfangen - im Innenhof des Schlosses konnte die Installation ihre Wirkung voll entfalten.



    Kölner Stadt-Anzeiger, 28. August 2001

    Haus Eulenbroich
    Interessant und Kurios
    von Dietlind Möller-Weiser



    Rösrath - Der Mond über der Sülz hat es in sich. Die Mondsüchtigen, Somnambulen, Werwölfe und sonstigen Rösrather strömten wieder in solchen Scharen nach Haus Eulenbroich, dass nicht nur die gute Stube völlig überfüllt war und sich in Flur und Wintergarten die Zuhörer noch knubbelten, sondern etliche Hobby-Selenologen sich enttäuscht und ohne Platz wieder trollten.

    Diese “Mondnacht” war ein Wiederholungsfall, schon zweimal hatten Georg Sachse (Rezitation und anderes), Sigrid Sachse (Klavier und mehr), Heike Grötzinger (Gesang), Jens Müller (Gitarren), die Künstler Dirk Müller, “ma-La” und Roland Krämer sowie der Fotograph Detlev Weigand den Trabanten vom Himmel auf die Erde geholt.

    Das besondere an dieser Mondnacht lag in ihrer Vielfalt: Alle Aspekte, nicht nur die astrologischen, werden beleuchtet, für Auge und Ohr, ernst und heiter. Klassische Musikstücke, romantische Lieder wurden kompetent vorgetragen, den Werken von Schumann und Debussy gegenüber standen solche von “Sting” und anderen Größen modernerer und populärerer Kulturen.

    Sehnsucht
    Doch sollte die Romantik zumindest im ersten Teil Überhand behalten - kein Wunder, rankte sich doch gerade um den Erdtrabanten die Sehnsucht einer ganzen Epoche.

    Dann wieder erfrischten pralle Lebenstipps inmitten der oft hochtrabenden Mondlyrik, gerade die Passagen über den Mond-Aberglauben aus den esoterischen oder einfach dummen Büchern dieser Welt lassen kaum ein Auge trocken. Egal, ob es um Busenvergrößerung, Gewichtsabnahme, Hausputz oder Wahl des Ehepartners geht.

    Diese Mischung an Interessantem und Kuriosem, von Georg Sachse überzeugend dargeboten, lässt das Publikum in Scharen kommen. Das Thema ist einfach rund und ergiebig und bestimmt noch für manch weitere “Mondnacht” vielversprechend.

    In der Pause hatten die staunenden Gäste zudem Gelegenheit, aus der Sauna-Atmosphäre des Saals in den Park zu fliehen und dort die Skulpturen und Installationen zu bewundern, festlich illuminiert und von besinnlichem Tam-Tam begleitet.

    Nur die Hauptperson des Gesamtkunstwerks beschränkte ihre Mitwirkung auf einen sehr kleinen Beitrag: Er hat halt seine Phasen, dieser Mond.



    Kölner Stadt-Anzeiger, 31. August 1999

    Haus Eulenbroich
    Geheimtipp für Mondsüchtige
    Programm von Romantik bis Klamauk
    von Dietlind Möller-Weiser


    Rösrath - Für die im Konzertleben sonst vernachlässigte Gruppe der Mondsüchtigen, Werwölfe und Somnambulen gab es im Haus Eulenbroich einen besonderen Leckerbissen: die “Mondnacht”. Den musikalischen Part übernahmen da Georg Sachse (Rezitation, Moderation und Instrumente) und Sigrid Sachse (Klavier und andere Instrumente), Heike Grötzinger (Mezzosopran) und Jens Müller (Gitarre). Mit von der Partie waren zudem die Künstler Detlev Weigand (Photos), und Dirk Müller, Roland Krämer und “ma-La” zeichneten verantwortlich für die Installationen und Skulpturen. Alle zusammen hatten ein Gesamtkunstwerk arrangiert, das zumindest in der geschlossenen Form und vom Konzept her etwas gänzlich Neues nach Rösrath brachte.

    Da war erst einmal die Faktenseite: Trockenes über unseren Trabanten, aber dann jede Menge Poesie und Musik. Vor allem die deutsche Romantik hat viel zu bieten und wurde viel geboten. Eine schöne Auswahl an Lyrik und Musik, von Georg Sachse gut verständlich vorgetragen, von Heike Grötzinger kompetent gesungen, von Sigrid Sachse am Klavier zuverlässig gespielt, ein interessanter Querschnitt, abwechslungsreich und überzeugend arrangiert.

    Doch nicht nur die hohe Kunst huldigte Luna. Bei den Tipps, die Mondphasen für einen befriedigenden Hausputz zu nutzen, für erfolgreiche Gewichtsabnahme oder Geldzunahme, blieb kaum ein Auge trocken. Nur die eigentlich “volle” Hauptperson verhüllte sich schweigend trotz offiziellem Mondaufgang um 20.59 Uhr, als vor den mit Gartenfackeln illuminierten oder gar brennenden Kunstwerken getrommelt wurde. Nicht alles war ernst gemeint, gerade im zweiten Teil nicht. Auch überaus unernste Kunst wurde von “Frau Luna” inspiriert. Heftiger Beifall bedachte vor allem das ungewöhnlich breite Konzept zwischen Romantik, Sachinformation und Klamauk.



    Bergische Landeszeitung. 26. September 1997

    Konzert im Rösrather Schloß mit dem Thema Mondnacht wurde zu einem “multimedialen” Ereignis
    Konzert entließ “mondsüchtige” Hörer
    von Chr. Konkulewski


    Just vier Tage, nachdem uns die Himmelsgeometrie das Schauspiel einer totalen Mondfinsternis geboten hatten, beschäftigten sich in Rösraths Bergischem Saal Künstler mit dem Thema. Ein “multimediales” Ereignis, ganz ohne Computer. Musik, Texte, Skulpturen und eine Diashow ließen die Hörer in einem dreistündigen und äußerst kurzweiligen Programm mondsüchtig werden.

    “Die Hitliste der Mondgedichte führt nach unserer Recherche Hermann Hesse mit 14 Gedichten zum Thema an”, meinte Georg Sachse in seiner Moderation, “gefolgt von Goethe mit zehn Gedichten und Heinrich Heine mit acht.” Auch Komponisten konnten dem Thema kaum widerstehen. Hier fand man vor allem die Romantiker, allen voran Robert Schumann und natürlich Stücke der unterhaltenden Musik, die sich von der Schlagerschnulze bis zum Jazz-Standard des Mondes bemächtigten.

    Für Frauen, die ihre Brüste vergrößern möchten oder Menschen, die nach Reichtum streben, grub Georg Sachse allerlei “nützliche” Vorschläge aus, was diese denn zu tun und lassen hätten, um den Mond bei ihrem Vorhaben zu nutzen.

    Ähnliche Lacherfolge erzielte der Moderator und Konzeptionist mit Heinz Erhards Klassiker über die dunkle Nacht oder mit Dieter Hildebrands köstlicher Interpretation des Claudiustextes: “Der Mond ist aufgegangen” - ganz im Jargon der Politiker.

    Dazwischen die passende Musik. Hier hörte man die ausgezeichnete Pianistin Sigrid Sachse (sie war ebenfalls an der Konzeption beteiligt) mit Schumann, Schubert, Grieg, Chopin, mit Beethovens Mondscheinsonate oder mit Saties “Sur une Lanterne”. Sie verstand es, dem Sehnen nach dem Himmelstrabanten musikalischen oder besser klingenden Ausdruck zu verleihen. Ein Sehnen, das - glaubt man den Dichtern - vor allem die Liebenden dieser Welt ergreift.

    In den Liedern begleitete sie Heike Grötzinger, die mit ihrem schlanken Mezzosopran die Lieder Schuberts, Glucks oder Brahms ohne Sentiments poetisch interpretierte. Eine glanzvolle Möglichkeit, einer überladenen Romantik zu entkommen. Ihre Stimme gab sich auch in Kurt Weills Mahagonnygesang genügend frech. Im zweiten Teil stieg mit Jens Müller ein Gitarrist ein, der nach einem Piazolla-Tango (Verano Porteno) auf der klassischen Gitarre auch das Voicing eines Jazz-Gitarristen beherrschte. Zusammen mit Georg Sachse, der nun viele Songs interpretierte, Kontrabaß spielte und moderierte, bildete er ein vortreffliches Jazz-Duo, das mit Sigrid Sachse bisweilen zum Trio mutierte.

    Begleitet von einer Baß-Improvisation kamen die visuellen Eindrücke von einer Überblendshow, die mit den Mond-Dias von Detlev Weigand arbeitete. Ein eindrucksvolles Erlebnis, die mit ihren Eindrücken aus der Dämmerung in gewisser Hinsicht die Verlängerung der Pause darstellte.

    Zwar ging um 20.30 Uhr noch nicht der Mond über dem Innenhof des Schlosses auf, doch die Trommeln und Fackeln zogen die Aufmerksamkeit der Konzertbesucher auf die Skulpturen Dirk Müllers. Das Arrangement traf genau die Stimmung, die in einer lauen Mondnacht entstehen könnte, ein bißchen geheimnisvoll und in jedem Fall ahnungsreich



    Kölner Stadt-Anzeiger, 25. September 1997

    Wie der Mond auf Haushalt, Liebe und Finanzen wirkt
    Rösrather Schloßkonzerte widmeten sich dem Erdtrabanten
    von Michaela Paus


    Rösrath - Am dunklen Nachthimmel sieht er aus wie eine flache gelbe Scheibe oder wie eine schmale Sichel - und doch hat der Mond mehr als zwei Seiten. Der Erdtrabant reflektiert nicht nur die Strahlen der Sonne sondern auch die Sehnsüchte der Menschen.

    Um die unterschiedlichen Seiten und Betrachtungsweisen des erdnahen Himmelskörpers ging es auch bei der “Mondnacht”, die - wenige Tage nach der Mondfinsternis - in Haus Eulenbroich stattfand. Die Veranstaltung, die den Auftakt zur neuen Saison der “Schloßkonzerte” bildete, verband musikalische, literarische und bildnerische Mondbetrachtungen. Sigrid und Georg Sachse, von denen das Konzept zu dem ungewöhnlichen Konzert stammt, hatten gemeinsam mit befreundeten Musikern und Bildkünstlern ein umfangreiches Programm zusammengestellt.

    So war zu hören, wie Dichter und Komponisten unterschiedlicher Epochen und Nationen zum Mond aufgeblickt haben, und zu sehen, daß die “himmlische Laterne” für Künstler auch heute noch ein Thema ist.

    Nachdem Sigrid Sachse am Flügel die Zuhörer mit dem ersten Satz von Beethovens bekannter “Mondscheinsonate” auf das abwechslungsreiche Konzert eingestimmt hatte, interpretierte die Mezzosopranistin Heike Grötzinger Lieder von Brahms bis chumann. Zwischen den Musikstücken rezitierte Georg Sachse Lyrisches von Goethe, Klopstock oder Hesse. Doch der Mond bescheint nicht nur die Literaten. Auch in den Mythen und Märchen der unterschiedlichen Völker hat der Gegenspieler der Sonne eine Bedeutung. Nach romantischen Tönen und mystischen Texten gab es dann lebenspraktische Tips, wie wechselnde Mondphasen für Liebe, Haushalt und Finanzen zu nutzen sind.

    In der Pause fand das Programm vor dem Haus seine Fortsetzung: Während die Musiker die Mondtrommeln rührten, stellte Dirk Müller im Hof seine Skulpturen vor. Den Bildhauer interessiert, “was hinter dem Mond passiert.” Entsprechend hintergründig zeigten sich die steinernen und hölzernen Figuren wie der Kopf des “Schmeichelleckers”.

    Im zweiten Teil des Konzertes standen Texte und Musikstücke aus diesem Jahrhundert im Vordergrund. Die Wissenschaft entdeckte schließlich, daß der Mond mehr Krater als Atmosphäre hat. Dennoch blieb er nicht zuletzt in der Musik ein Thema, um - mal schnulzig, mal schmunzelnd - besungen zu werden. In diesem Sinne verknüpften Georg Sachse (Kontrabaß, Gesang), Jens Müller (Gitarre) und Sigrid Sachse (Flügel, Querflöte) Lieder von Brecht und Sting, um gleich darauf den schmachtenden “Moonlight Rock´n´Roll” von Ted Herold mit satirischen Mondversen von Christian Morgenstern oder Heinz Erhardt zu umkleiden.

    Nach so vielen unterschiedlichen Stimmen und Ansichten über den Mond stellte sich schließlich die Frage, welche Farbe der Himmelskörper eigentlich hat. Hierauf konnte der Künstler Detlev Weigand Antwort geben. seine Dias bewiesen eindeutig: Der Mond wechselt seine Farbe wie sein Gesicht. Mal Scheibe, mal Sichel. Mehr wissen wir nicht.